
Vor einem Jahrzehnt lud Neumarkts Vizebürgermeister Jan Schierl ins Gasthaus Karlwirt und fasste dort gemeinsam mit Tanja Kreer aus Strasswalchen und Bernhard Weiss aus Köstendorf einen Entschluss: Der Flachgau braucht ein Hallenbad. Salzburg24 berichtete als erster über das Vorhaben.
Von Anfang an war klar, dass ein Hallendbad nur als Gemeinschaftsprojekt über alle Ortsgrenzen hinweg realistisch ist. 2017 wurde schließlich im Regionalverband auf Druck der SPÖ Neumarkt eine Machbarkeitsstudie auf den Weg gebracht. Das war der Startschuss für das Flachgauer Hallenbad. In den Folgenden Jahren wurden mehrere Standorte darunter auch 3 in Neumarkt geprüft.
Größter Bezirk im Bundesland ohne Hallenbad

Seit der Schließung des Hallenbads in St. Gilgen 2015 hat der größte Bezirk im Bundesland Salzburg kein Hallenbad mehr. Neumarkts Schulen müssen für den im Lehrplan vorgesehenen Schwimmunterricht Busse nach Vöcklamarkt (OÖ) organisieren. Die Volksschuldirektorinnen aus Neumarkt stehen so wie alle Schulen im Umkreis voll hinter dem Neubau.
„Die Busfahrten der Kinder sind aktuell weit länger als Schwimmzeit.“
Vizebürgermeister Jan Hansel-Schierl
Schwimmen ist Überlebenswichtig
Alarmierend ist, dass über zehn Prozent der Kinder und Jugendlichen in Österreich laut Kuratorium für Verkehrssicherheit über keinerlei Schwimmkenntnisse verfügen. Bei tödlichen Kinderunfällen sind Ertrinkungsunfälle sogar die zweithäufigste Todesursache in Österreich.

Wieviel Geld gibt Neumarkt für das Hallenbad aus?

70 Prozent der Erichtungs-Kosten trägt das Land Salzburg. Die übrigen 30 Prozent werden auf die Regionalverbandsgemeinden Berndorf, Henndorf, Köstendorf, Mattsee, Neumarkt, Obertrum, Schleedorf, Seeham, Seekirchen, Straßwalchen plus Eugendorf und Hallwang aufgeteilt.
Für Neumarkt bedeutet das einmalige Investitionskosten von knapp 850.000 Euro und laufenden Kosten von ca. 45.000 Euro pro Jahr.
Das ist eine Investition in den Schwimmunterricht, in die Sicherheit unserer Kinder, in die Gesundheit und auch für unseren Standort.
Bürgermeister David Egger-Kranzinger
Warum ist schwimmen so gesund?
Schwimmen gilt als besonders schonende und effektive Sportart und kann auch biss ins hohe Alter betrieben werden. Die Gelenke werden geschont, weil das Wasser einen Teil des Körpergewichts trägt. Durch die Gewichtsentlastung ist Schwimmen auch für Menschen mit Übergewicht gut geeignet.
Schwimmen ist ein echter Allrounder für die Gesundheit: Es fordert unterschiedlichste Muskeln, baut Kondition auf und bringt den Kreislauf in Schwung. Zudem profitiert die Lunge und das Immunsystem wird gestärkt.